REISELOG: PYRENÄEN 2017 Teil 4 – Breche de Roland

Das Refuge

So, Breche de Roland … weiter gehts, alle Hotelbewohner sind wohl noch Essen, das heißt die Internetzleitung sollte wieder Bilduploads zulassen.

Wo waren wir ? Ach ja, beim Refuge zur kleinen Stärkungspause.

Ok, die Schotterhalde wird mit ca. 45 Minuten Weg angegeben … dann mal los, dass wir es noch vor der „Rückkehrzeit“ schaffen. Besagte Schotterhalde muss restliches Geschiebe vom einstigen Gletscher gewesen sein und ja, es fühlt sich an, also würde man einen riesigen Kieshaufen hochrutschen wollen … mit Gepäck und dünner Luft, hier musste ich schon das ein oder andere mal laut fluchen. So tolle Bergschuhe und es nützt bei sowas gar nix, grrrr.

Endlich, gute 40 Minuten später noch ein angenehm leichter Felsübergang und dahinter … ein Gletscher … aber zum Pech wegen des Klimawandels und zum Glück für uns nur klein und wir wagten es vorsichtig auch ohne spezielle Ausrüstung darüber zu stapfen.

Mal übern Gletscherchen gelaufen

Und weiter, übers Geröll noch ca. 15 Minuten Anstieg und herrjee, schon wieder dieser Wind ! kurz vor der Bresche pfiff es wieder , als wollte jegliche Luft der Gegend jetzt unbedingt durch das Ding da durch.

La Breche (warum da ein Stück Schlauch liegt ? keine Ahnung)

Tolles Gefühl da zu sein, das Ziel erreicht zu haben, aber wir sind schnell durch und haben uns einige Meter unterhalb auf der Südseite, also wieder in Spanien einen großen Felsbrocken als Windschatten gesucht und erstmal den Ausblick genossen.

Hallo Spanien !

Wie geil.

Blick nach Osten
Blick nach Westen
Und der Blick zurück in den französischen Norden

Im Windschatten haben wir dann erstmal schön Päuschen in der prallen Sonne gemacht, aber rechts und links neben dem Felsbrocken wars echt stürmisch. Hab mich nur kurz zum Fotografieren rausgetraut und fast blind mit der Fotomaschine abgedrückt. Fühlte sich an, als wenn man das bei 100 Klamotten im Spätherbst aus dem Autofenster versucht.

Päuschen im Windschatten

Aber, hilft ja alles nix, man will ja lebend wieder runter kommen und daher war dann um 13:00 Uhr Abstieg angesagt. Es gibt übrigens auch Routenempfehlungen, die dann von dort aus in Richtung Westen den Aufstieg auf den Pic Taillon empfehlen. Mit etwas höherem Fitnessgrad und evtl. eingeplanter Gehzeit plus 2,5 Stunden könnte man hier mal eben einen 3000er Gipfel mitnehmen. Was wir natürlich nicht mehr taten 😉

Ja, die elende Schotterhalde … runterzus ist sowas ja meist noch blöder … naja, wenigstens bestand die Hoffnung, dass wenn man richtig ins Rutschen kommt, unten die Geröllhalde vorm Refuge einen aufhält und nicht über den Rand des Cirque stürzen lässt, juhuu.

Die Oberkante de Cirque nochmal besser beleuchtet und mit Wasserfall

Auf dem Rückweg war der Cirque besser im Nachmittagslicht bestrahlt, also hier erstmal Fotobreak am Refuge, was gefuttert und dann gings weiter abwärts.

Erschöpft aber sicher und wohlgemut schafften wir den Abstieg den selben Weg wieder zurück und saßen dann um 16:30 wieder im Auto und fuhren zurück in unser Hotellchen. Genug Natur für heute.

Yay !

Bis zum nächsten Mal, Aux Reservoir, Astride et Jeurge