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BAUBLOG : Altbau Erdgeschoss Küche

Hallo liebe Gemeinde, in den letzten Monaten hat sich dann doch wieder etwas in unserem Altbau getan, die Wände wurden fertig verputzt, Grundiert, gestrichen, ein Fliesenspiegel gekachelt und auch endlich der unsägliche Kellerabgang samt Tür wohnbereit gestaltet. Zuerst zeige ich mal, wies noch letzten Herbst aussah, z.B. der Wandaufbau für die zukünftige Anrichte. Bei 18 cm Versatz auf 205 cm Wandhöhe haben wir an dieser Stelle zugunsten rechtwinkliger Küchenmöbel die Wand ordentlich begradigt. Hierzu wurde eine Gestell aus KVH gebaut, und mit Leichtlehmschüttung verfüllt.

Altbau Herbst 2017/Frühjahr 2018

 

Das Esszimmer noch im Grundputz und ohne Wandheizung

 

Das Gestell für die Wandfüllung

Nochmal der Blick aus dem Esszimmer

 

 

 

 

Vom Verputz an sich und weiteren Verkleidungsarbeiten gibt es nicht so viele Bilder, aber die Ergebnisse im Frühjahr des Jahres 2018 kann ich hier gerne präsentieren. Endlich wurde der unsägliche Kellerabgang wohnbereit gemacht. nach endlos erscheinender Recherche (und unverschämten Angeboten von über 1000 Euro) konnten wir zusammen mit Werner eine Tür einbauen. Ebenso hat uns der gute Mann sehr viel bei der Restaurierung der alten Treppe ins 1. OG und dem Bau der Einhausung samt Trockenbauwand und Schiebetür geholfen. An dieser Stelle nochmals herzlichsten Dank !

 

So, dann gings mit Anstrich in Küche und Esszimmer weiter :

 

Vorher wurde natülich noch fein der Boden abgeschliffen und geölt … und wieder neu abgedeckt.

Als nächstes wird der Küchenboden endlich zugemacht, gestern kamen Hanf-Stopfwolle und Eichendielen. Weiter gehts 🙂

 

BAUBLOG : Bad und Küche Teil 7

Tatsächlich hat sich dann doch in den letzten Wochen ordentlich was getan. Das Bad nähert sich seinem Finish und wir könnens kaum noch erwarten.
Einzige Verzögerung wird aber wohl die Geschichte mit der Spedition für unsere Glas-Duschwand sein … 3 mal den Anlieferungstermin verkackt, Beschwerde beim Hersteller und dann die Schreckensnachricht, die Scheibe wäre zerdeppert worden …

Aber erstmal so zum Zwischenstand , VOR dem Anstrich und dem Verfugen :

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Und seit diesem Wochenende verfugt, gestrichen und Holzboden geölt :

 

Dusche
Dusche
Platz für den Waschtisch
Platz für den Waschtisch
Klo und Wanne
Klo und Wanne

Und unten in der Küche hat sich auch schon was getan, hier entsteht gerade die Unterkonstruktion für den Küchenboden :

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BAUBLOG : Bad und Küche Teil 5

Die Statik-Situation hat sich noch nicht weiter geklärt, bis auf die Tatsache, dass wir mittlerweile viele weitere Hohlstellen im Boden gefunden haben. Dass sollte sich mal wieder ein Profi angucken.

Apropos Profi, der Kollege vom Lehmbau fängt oben im Bad schonmal an die Hinterfüllung der Wände aus Stopflehm zu bauen, ein interessantes Zeug was größtenteils aus Hanf bzw. Strohresten besteht und mit Lehm abbindet. Die spätere Konsistenz geht dann in Richtung Heraklit (Sauerkrautplatten).

 

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Ja, jetzt bekommt man langsam eine Vorstellung davon, dass die Wand gerade werden könnte
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Sieht aus wie frisch von der Miste 😉

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Man kann sich dabei Brettweise nach oben durcharbeiten. Jetzt steht erstmal ein Ventilator im Bad um genug Luftumwälzung für eine Trocknung zu schaffen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist dann dieser Aufbau später direkt überputzbar. Bin mal gespannt …

 

BAUBLOG : Bad und Küche Teil 4

Als „kleine Nebenbaustellen“ fallen dann immer wieder so Dinge an, die man in deren gegenseitigen Abhängigkeiten erstmal so gar nicht überblickt …

Damit die Verrohrung gescheit gemacht gemacht werden kann, muss diese ÜBER der Abdichtfolie im Küchenboden verlegt werden. Klar eigentlich … dass heisst aber, dass nun erstmal alle Arbeiten im Küchenbodenbereich abgeschlossen werden müssen, weil da ja dann die Folie drüber muss … grrr. warum sagt einem das keiner früher… von wegen schön von oben nach unten arbeiten.

OK, was gibts unten zu tun :

  • Eine Rest-Wand die aussieht als wäre sie tragend muss weg,
  • Der gammelige Schwellen-Balken an der Stufe zwischen Koch- und Ess-Bereich muss auf Zug ausgebessert werden, die Oberfläche angepasst und als Durchgangsstufe vorbereitet werden,
  • Unter diesem Balken muss alles für die Durchführung der Leitungen fertig gemacht werden.
  • Alle alten Leitungen und Anschlussreste müssen weg, eine ordentliche Kupferernte steht bevor !
  • Stromleitungen umverlegen, die 2013 noch eher blauäugig verlegt worden sind.

Gut, der Schwellbalken im Übergang Koch/Essbereich :

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Vorher : Man sieht dass der Balken rechts einfach aufhört .. das scheinen die 25cm zu sein die das Haus in Jahrhunderten nach Westen gekippt ist 😉 gehalten von einer Stahlstrebe
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im Linken Bereich den Schweller mit Motorsäge und Stechbeitel auf oberes Dielen-Niveau runtergehobelt. dahinter schonmal eine Diele ausgetauscht
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Das gammelige Stück gegen eine Bohle ausgetauscht, die hier allerdings noch etwas in der Luft liegt und später noch mit Speiss unterfüttert wird. Die Bohle mit Winkeln rechts an den Fachwerkständer angeschraubt.
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Hier sieht man nochmal den Anschluss an den Ständer.
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Hier nochmal das ganze. Da wo die Stromkabel unten rauskommen ist die gesamte Leitungsdurchführung in den Keller vorgesehen, also auch Abwasser, Frischwasser, Heizung usw.

Nächster Akt, die Rest-Wand im südlichen Aussenwandbereich, die weg muss. Mal wieder heisst es „Die Mauer muss weg !“

Gut, Doka-Stützen um das Fachwerk abzufangen haben wir genug, Erfahrung im Zerstören auch, also kanns losgehen :

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Jo, sieht ja erstmal harmlos aus. Aussteifung der Ecke wäre eine Aufgabe, aber bisher wird vermutet, dass das Wändchen noch ein bissi tragen muss.
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ist das Kunst oder kann das weg ?

Na dann , weg damit.

Nun die Überraschung dieses Bauabschnitts, der uns vor unerwartete Kniffelaufgaben stellen wird. Bevor wir die Wand umgemacht haben, bzw. Astrid sie mit ihrer berüchtigen Baubrutalität sprichwörtlich atomisiert hat, haben wir an den Seiten etwas freigepickelt um den Verlauf des Ständerbalkens zu verfolgen. Zuerst sah es so aus, als wäre dieser Durchgängig bis nach unten …

Nachdem die Wand gefallen war, bot sich das Bild, dass der Ständerbalken , ähm, quasi von feuchter Luft und einem Torfigen Loch gehalten werden musste … Gut dass Madam Doka (die Stahlstütze, anm. d. Red.) da mal was festhalten konnte.

Also, genauer : Unter dem Holzständer an der Aussenwand klafft eine Lücke zu der Stelle, wo eigentlich eine Schwelle sein sollte. Achja, Schwelle … der klägliche Rest davon war nach hinten gekippt und kurz vor dem Ständer weggebröselt. Hinzukommt, dass unter der Mauer nach leichtem Klopfen eine Art kleiner Graben zum Vorschein kam. Also hat jahrelang die Mauer auf den Kanten zweier Estrichplatten von Flur und Küche gestanden. Von wegen tragende Wand … also was tun ? den Graben soweit wir möglich freiräumen, also teilweise 20 cm in den lockeren Lehmboden darunter und Zement reinkippen, in der Hoffnung damit einen tragfähigen Untergrund für einen neuen Ständerbalken herzustellen.

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Ja, auf dieser Lücke stand die Mauer
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Nochmal en Detail
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Hier sieht man, dass der Ständer ca. 3cm in der Luft hängt
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Da gingen wir noch davon aus, dass die Doka-Stütze genug halt hat
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Nagut, erstmal Zement rein …
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Fundament giessen …

Damit wurde die Lücke erstmal geschlossen. Wie sich aber später noch herausstellen sollte, war der Zement wohl nicht mehr so ganz in Ordnung, denn nach 2 Wochen ist der immer noch feucht-bröselig …

Als die Doka-Stütze jetzt ein paar Tage das Gewicht alleine zu tragen hatte, hat man von Tag zu Tag mehr Risse darunter gesehen, also wirds hier noch mehr Nacharbeit geben. Damit unter dem Balken erstmal gescheit gearbeitet werden kann, werden die Träger seitliche versetzt mit einem Balkenstück hingestellt.

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Abgestützer Deckenbalken mit entfernter Knagge (Eckbefestigung)
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Mal ein dickes Reststück als Unterbau benutzt
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Hier war die waggelige Knagge drin
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Super Übersichtlich, Balkenanschluss am Gemäuer, Treppen-Wange, Elektrokabel …
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Ha, man möge meinen dass jetzt das Gewicht auf der Mauer steht, aber wir haben tatsächlich Spannung auf dem Ständerchen des Treppenkastens (da wo das Scharnier hängt)

Na dann schauen wir mal, wie wir die Statik im Hause wieder hergestellt bekommen. Tolles 3D-Puzzle …

 

BAUBLOG : Bad und Küche Teil 3

Nachdem nun der zukünftige Wandaufbau und die Platzierung der Elemente so einigermassen festgelegt sind, gehts jetzt ans Detail.

 

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Blick aus der Küche nach oben : Links der neue Abfluss in der Ecke platziert, rechts der alte Kloabfluss, der dann in der Aussenwand verschwand …
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SüdOst-Ecke der Küche, an der Rigipswand sieht man schonmal ungefähr das zukünftige Arbeitsplatten- und Bodenniveau angezeichnet.
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NordOstecke des Küchenbereiches, hier wird mal der Herd stehen. Darüber im Bad wird die Dusche platziert, das Abflussrohr der Dusche kommt in der Ecke hinter dem Herd runter.
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Die Badewanne schon auf Ihrem Podest.
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Duschwann ebenfalls auf Podest
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Die Ostwand im Bad mit eingerüstetem Fenster.

Ein Wehrmutstropfen bei der ganzen Sache, meine ganze Fensterlaibung samt Fensterbank die ich im Bad 2013 wegen der Fassadendämmung mit dem neuen Fenster neu eingebaut hatte  musste leider komplett demontiert werden 🙁 Mein Meisterwerk zunichte gemacht, schnief.

Und die Badewanne kommt leider so weit nach vorne, dass die Tür nicht richtig aufgehen wird. Nagut, Soooo Dick werden Astrid und ich Zukunft wohl nicht mehr werden und mit Rolli ist die Bude eh nicht bewohnbar, machen wir uns nichts vor.

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Rohrleitungen und Ablauf Dusche
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Verdammt … Doppelter Waschtisch heisst auch Doppelter Wasserleitung mit Schlitzen in der Wand ….
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Ach zum Glück wird der Bodenaufbau so hoch, dann passen noch problemlos Rohre drunter
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Das Vorwandelement schonmal mit Fermacell zu gemacht und nebendran die Anschlüsse für die Popo-Dusche

 

BAUBLOG : Bad und Küche Teil 2

Nachdem wir uns für Team Jörg und Purzel entschieden haben, gings ans vermessen und 3D-Planen des neuen Bades. Die Masse und die Platzierungsmöglichkeiten von Leitungen geben da enge Grenzen vor.

Grundriss mit Entwässerungsplan :

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Damit das Klorohr nicht wieder mitten in der Küche unter der Decke langgeht und weil Wasser auch bei uns leider nicht Bergauf laufen will, ergeben sich da so ein paar Möglichkeiten. Gut ist, wenn man mal wieder im Winter mit Erkältung daheim ist und eh nix gescheites machen kann, dann kann man auch mal mit 3D-Tools und so Zeugs rumspielen :

Mal eine Idee mit SweetHome3D erstellt
Mal eine Idee mit SweetHome3D erstellt

Dann kam irgendwann der Plan von dem Badausstatter unseres Handwerker-Teams :

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Grundriss
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An der Südwand eine Raumsparwanne, Klo mit Vorwandelement vor dem Fenster, daneben ein Handtuchheizkörper
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Das ganze nochmal von oben. Doppelwaschtisch an der Innenwand, Walk-In-Dusche in der Nordost-Ecke
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Blick Richtung Ostwand

 

Also das ist erstmal der Plan. Mal schauen was die schiefe Hütte so hergibt. Gefliest wird nur dort, wo unbedingt nötig, also hinter der Dusche und um die Wanne, evtl. noch um die Waschtische.

Auf gehts, erstmal Wand ausgleichen und tragbar für Putz machen, einen geraden Unterbau für die beiden Wannen herstellen …

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„OMG, wie soll das bloss grad werden…“
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„Na da lass Dir mal was einfallen“
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Mit ausgerichteten Siebdruckplatten wirds dann was
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Wandaufbau zur Begradigung und als Tragfähige Schicht für die Dusche samt Fliesen
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Links schonmal das Vorwandelement fürs Klo … hätte keinen Zentimeter höher sein dürfen.
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Noch mehr Wandaufbau
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Vorwandelement en Detail

 

BAUBLOG : Bad und Küche Teil 1

So, soweit wurde ja schon zumindest mal die Kanalsituation für Bad und Küche wie im vorherigen Bericht erwähnt geklärt.
Aber zurück zum eigentlichen Plan, im Fachwerkteil endlich Bad und Küche fertigzustellen. Da beide Räumlichkeiten zwecks Zuleitungen, Abwasser usw. direkt aneinanderhängen muss jede Bastelei an diesen Räumen aufeinander abgestimmt werden, was schon eine gewisse Herausforderung in der Abstimmung von Bau- und Räumtätigkeiten darstellt.

Nachdem der Küchenbereich im EG schon in den letzten Jahren dem Rückbau bzw. der totalen Zerstörung anheim gefallen ist, rückten wir im Oktober 2015 im 1. OG dem alten Badezimmer zuleibe. Hier waren die alten Fugen teils gerissen und notdürftig wieder zugepappt, durch einen schwingenden, schiefen Boden rissen die Bodenfliesen usw. usw. …

Also raus mit dem alten Scheiss

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Blick Richtung Nordostwand, die durchsiffende Dusche
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Blick Richtung Südosten

Staubmasken, Dicke Hammer und Brecheisen … und los gings …

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Ein Traum in Rigips, Fliesen, gammeligem Sperrholz und alles schön mit Putzvlies verklebt …

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Lattung am Boden entfernt, Tonnenweise Schutt und Lehm rausgebracht
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Alte Lattung von den Wänden entfernt
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Oh, ein besonderer Spass sind immer abgerissene Decken.
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So, mal alles auf „Roh“ runtergeroppt

Man glaubt mal wieder nicht, wieviel Schutt aus so einem kleinen Raum rausquillt … dann ist der Boden gerade mal wieder „sauber“, dann kommen wieder Massen an Lehm, Stroh, Getreideresten und was weiss ich noch an Dreck unter der abgerissenen Nut und Federdecke vor.

Zwischenstand :

Bad ist ca. 215 breit und 356 lang … natürlich nur im Mittel. Auf der Breite zum inneren des Hauses fallen die Deckenbalken im Boden um 15 cm ab ! Mal sehen wie man das wieder gerade bekommt …

Nachdem wir uns im Herbst um weitere Abrissarbeiten und die erwähnte Kanalsituation gekümmert haben, verbrachten wir viel Zeit damit das ausführende Handwerker-Team zu küren und ein Angebot für den Neubau samt allen relevanten Anschlüssen und Gerätschaften zu bekommen.