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Reiselog : Mountains and Monasteries Teil 2

Hallo liebe Gemeinde,

heute mussten wir uns leider aus dem schoenen Sikkim verabschieden. Wir sitzen grad im heissen staubigen New Jalpaiguri, unserem Zwischenstop zur Bahn nach Kolkatta. Da unsere zugreservierungen nicht geklappt haben, sind wir nun froh hier vor ort noch was bekommen zu haben. da die umschlattast hier wie sau klemmt, verzichten wir nun mal auf grossbuchstaben.

so, was haben wir die letzten tage noch getan ?

nach einem entspannten ankunftstag in pelling, den wir vor allem auf dem hotelbalkon verbracht haben, gings auch frueh ins bett, denn wir sind ja morgens schon frueh aus der kiste um den sonnenaufgang im gebirch mitzubekommen.

am naechsten sind wir morgens aufgebrochen um das ueber pelling liegende kloster sangas choling anzuschauen

http://en.wikipedia.org/wiki/Sanga_Choeling_Monastery

auf einem scharf begrenzten bergkegel gelegen war das schonmal sehr nett, der weg dahoch mit mauerbewehrten serpentinen war schon beeindruckend, es sah von unten fast wie eine zinnenbewehrte mauer aus. der blick von da oben war trotz des diesigen wetters sehr gut, man konnte aufgereiht nach osten die stadt pelling, dahinter die peymajangste monastery und die rabdentse festung sehen. leider war es zu truebe, sodass man den ueblichen panoramaausblick auf das kanchmassiv und nach sueden richtung darjeeling niocht hatte.

nachdem wir das klostert besichtigt hatten und mal eine deutsche reisegruppe getroffen haben, gings dann neugierdehalber hinterm kloster weiter …. ein pfad erst an einer fetten baustell mitten am berg vorbei, wir folgten den dort offen verlegten wasserleitungen auf einem pfad immer tiefer in den wald hinein, eine mischung aus scharzwald und dschungel. immer weiter schlaengelte sich der weg um den berg, sehr bequem zu gehen und immer an de wasserleitung. ausser voegeln und dem rauschen der baueme war nichts zu hoeren und auch kein anzeichen von menschen zu sehen. nachdem wir eine weile weitergelaufen sind, trafen wir dann doch noch auf ein schafsherde und den dazugehoerigen hirte. bald darauf kamen wir auf eine lichtung, die uns zeigte dass wir in den naehe des berges rani dunga waren, den wir vorhe schon auf der karte gesehen hatte. ein wegweiser zeigte auch einen kuerzeren weg nach pelling, unserer war recht lang gewesen, wir waren bisher schon etwa 3 stunden unterwegs. wir bestiegen den berg und kamen zu einem buddhistischen friedhof, was uns sehr wunderte da wir dachten dass die buddhisten ihre toten nicht bestatten sondern verbrennen oder andere formen waehlen. nach einer kurzen pause machten wir uns auf den rueckweg, der auch noch etwa 2 stunden brauchte, mit dem weg zur und wieder von dem kloster zurueck waren wir sicher 7 stunden unterwegs, und das voellig ungeplant. abends machte joerg noch einmal fotos am kloster, inbesonders gab es einen felsvorsprung mit stupa, der direkt viele hundert meter vor einem abfiel, echt gruselig aber auch faszinierend.

das wetter war mittlerweile aber umgeschlagen und seeehr kalt geworden. gerade mir (ASTRID)war unglaublich kalt, nach einem snack im restaurant kamen wir sehr muede und durchgefroren an. auch der gute backpiper whiskey half leider bei mir nicht und die nacht bekam ich leichtes fieber. keine ahnung was das war, es geht aber schon besser. unser plan bei sonnenaufgang nochmal zum kloster zu laufen fiel so ins wasser, es war sowieso zu diesig.

deswegen verbrachen wir unseren letzten tag noch einmal gemaechlich mit shoppen in geyzing und pelling, einem kurzen weiteren besuch in peymayangtze, hier war gerade ein prayer festival und viele glaeubige und wichtige personen waren vor orr. ein sehr alter lama sass im Kloster und verteilte seinen segen an die glaeubigen, die essen opferten. vor allem die maedchen in ihren huebschen kleidern waren wirklich schoen anzuschauen.

zum hotel kamen wir gerade noch rechtzeitig, bevor ein dickes gewitter losbrach, es schuette aus eimern und die donner hallten durchs tal. die belohnung gab es danach der regen hatte den himmel freigewaschen und der blick auf das das massiv des kanch war so schoen klar und faszinierend wir noch nie zuvor, zum ertsen mal konnte man es mit allen vor und nebenbergen in all seiner schoenheit sehen.

der abend wurde dann sehr romantisch mit candle light dinner, da es einen vielstuendigen stromausfall gab. als der strom wieder da war, schliefen wir laengst.

heute morgen war der himmel und die aussicht als abschiedsgeschenk immer noch klar. beim fruehstueck wurden wir lustigerweise von unserer indischen zimmernachbarin auf deutsch angesprochen und das sehr gut. ihre mutter lehrt deutsch an der uni und sie hatte ein stipendium in deutschland, also leute … immer vorsichtig sein was man sagt, auch an orten an den man denkt keiner versteht einem, sicher ist man nie….

nach dem netten gespraech war der abschied endgueltig da. mit dem jeep ging es zum letzten mal auf einen 5 stuendigen hoellenritt durch die bergpisten, armer ruecken. dafuer genossen wir nochmal den wald, die frische luft und den ausblick auf den klaren gebirgsfluss rangit. einziger zwischenfall war der kaputte dieseltank, der ganz pragmatisch vom fahrer mit einem stueck stoff gestopft wurde.

 

 

Reiselog . Sikkim , das andere Indien

Hallo liebe virtuell Mitreisende,

wir haben es geschafft und sind im indidschen Paradies Sikkim angekommen. Wir sind gestern morgen relativ problemlos von Ghoom gestartet, per Anhalter-Jeeptaxi zum Jeeptaxi-Stand in Daarjeeling, von dort aus nach Jorethang, einer kleinen Stadt im Sueden Sikkims, quasi ein Verkehrsknotenpunkt fuer diesen Bundesstaat. Die Fahrt von Darjeeling , 2000m, bis hinunter nach Jorethang auf ca. 300m war der Hammer, wir haben uns ueber holprige kleine Wege, die hier als Nationalstrassen zwischen Distriktshauptstaedten dienen, den Berg in Kurven hinuntergeschraubt. Die Strassen waren auch fuer inidische Verhaltisse sehr schlecht, vergleichbare Feldwege in Deutschland waeren schon laengt gesperrt worden . Die Schlagloecher hatten aussmasse von Bombenkratern, in den wassergefuellten haette man ertrinken koennen. Die Strassen wurde immer wieder mit dicken Felssteinen ausgebessert. Unser Fahrer hat das aber wirklich grandios gemacht, hier wuerde man fuer so eine Jeepsafari viiel Geld bezahlen. Achso, wir sassen zu zehnt im Jeep, wir beide mit noch 2 Indern auf einer Bank, der eine schlief immer auf mir ein … aber man konnte ganz nett quasseln.

Dabei ging es durch wunderschoene Teeplantagen, Wetter und Landschaft waren herrlich. Kleine Doerfer, Wald, bluehende Baueme und wie oben geschrieben Teeplantagen. Uebrigens Anke, Du kannst beruhigt Darjeeling Tee trinken, keine Erntemaschine schafft es an solchen Haengen zu funktionieren. Ausserdem haben wir sie mit eigenen Augen gesehen, die Teeplueckerinnen. In Indien sind Menschen eben einfach immer noch billiger als Hightech. Wir haben natuerlich auch echten oekologischen, fair gehandelten Tee gekauft, auch als Mitbringsel fuer einige von Euch … und dann im Laden oder Hotel stehen lassen… super

Als wir Sikkim ueber eine Bruecke mit buddhistischem Tor  und integriertem Grenzkontrollposten betraten, wurden wir erst einmal ueberprueft. Alles hatte seine Richtigkeit, den Sikkim Permit hatten wir uns ja besorgt.

Dann dauerte es nicht mehr lange und wir kamen in Jorethang an, um das Jeeptaxi zu wechseln. Im Gegensatz zu den anderen indischen Stadten, wo es Plaetze gibt mit einem riesen Park und Verkehrschaso, wo huderte von Jeppfahrern ihre Strecken laut bruellend anbieten, fahren hier alle Jeeps in ein grosses Parkhaus rein, jede Richtung hat so einen Teil eines Parkdecks, man kauft ein Ticket ud bekommt eine Karre zugewiesen. Alles lief entspannt und ohne Hektik ab, bis auf einen Stier, der sich zwischendurch mal ins Parkhaus verlief , aber der war auch entspannt. Von aussen sah die Jeepstation ei bisschen wie ein Bahnhof aus und us daemmerte, ja klar, dadurch dass hier keine Bahn mehr fahren kann und andere Oeffs auch eher nicht gebrauchlich sind, ist es so, dass diese Jeeps das einzig gescheite Verkehrsmittel sind und man dafuer auch mal so eine Station bauen kann …

Nun gut, weiter gings Mittags dann nach Pelling. Da der Fahrer, hoechstens 15 Jahre alt, der ganzen Jeep oben und die eine Rueckbank voll mit BIer geladen hatte, wurds ziemlich eng in dem Teil, sogar der Fahrer quetyschte sich vorne noch mit 3 anderen auf die Sitzbank und sass so die naechsten 3 Stunden immer etwas zur Seite gequetscht … naja, ist halt sein Job, gibt bestimmt schlimmere. Wir hatten halt noch 2 dicke Franzosen auf unserer Bank.

Sikkim ist wirklich ein etwas anderes Indien, es richt nach Wald und Laub und die Muellintensitaet ist mit Suedeuropa vergleichbar. Die Doerfer sind beschaulich und sehr gepflegt und die Menschen so unaufdringlich, dass Joerg es manchmal nicht ertraegt und sie anquatscht und fragt wo sie herkommen. HEy, das ist nur die Retourkutsche fuer sonst ..

Pelling war mal ein Dorf und ist nun ein Hotspot fuer Erholunssuchende und Trekker, wir wohnen etwas unterhalb in dem eigentlichen alte Dorfkern Peymayangtse, uns gegenueber ein kleiner Bauerhof mit Kuh und Wasserbueffel. Die Voegel und Zikaden machen Morghens und Abends einen unglaublichen Krach und gestern haben wir ein Baumhorn gesehen, ich sagen bewusst nicht Hoernchen, da es etwa so gross ist wie eine mittelgrosse Katze plus halbem Meter Schwanz. Das spran einfach so an der Hauptstrasse von einem Baum zum anderen.

Unser Hotel ist klein, lustig und so neu, dass wir uns mit dem Baulaerm*es wird noch ein Stockwerk draufgebaut* wie zu Hause fuehlen. Die Zimmer sind demnach auch wirklich gut in Schuss, gross und mit einem ganz guten Bad ausgestattet. Die Betreiber sind ganz bemueht und glaube ich etwas aufgeregt da sie nicht so oft Europaer zu Gast haben.

Ach ja, den Tag haben wir mit einer Flasche des Starkbieres beschlossen, mit dem wir uns auf dem Hinweg schon ein Taxi geteilt haben. Kann man trinken und es ht auch wumms. Genossen haben wir es in der frische Abendluft auf dem Balkon.

Heute ging der Tag mit einem schoenen Blick auf den Kanch, diesmal ganz nah, los. Dafuer haben wir uns extra um 6 aus der Kiste gequaelt , hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, die Bergspitzen im Sonnenlicht wahrend es bei uns unten noch nicht ganz hell war. Wird sind dem ganzen BErgmassiv bis auf 40 km naeher gekommen und es wirkt echt bombastisch.

Dann haben wir auf einem ausgedehnten Spaziergang das aelteste Kloster Sikkims, das auch noch aktiv ist, besichtigt.

Die Tempelraume mal von innen zu besichtigen wart super, allerdings fuer die Museumspaedagogin hier in unserer Gruppe teils ein Qual, denn  sowohl die Exponate der kleinen Ausstellung im oberen Stockwerk als auch die Broselnden alten BIlder waren verwahrlost und von Kaefern zerfressen. Schade, aber sonst war echt gut.

Danach ging es weiter zu den Ruinen der alten Haupstadt Rapdenzde. Ein wunderschoener Ort mit guter Aussicht, richtig zum Chillen. Die Mauern sind schnell besichtigt, aber man kann dort einfach wunderbar Zeit verbringen, das fanden auch die kiffenden israelischen Maedels neben uns.

Morgen beginnt dann unser Trekk, wir fahren mit dem JHeep zum heiligen See Khecheopalri und steigen von dort aus zur alten Koenigsstadt Yokzum auf. Hier bleiben wir und werden den naecxhsten Tagh noch vor Ort ne Tour machen. Alles Weitergehende erfordert hochalpine Kondition und Ausriestung. Auf dem Rueckweg planen wir noch die Kanchenjungawasserfaelle anzugucken. Dann wieder chillen in Pelling.

 

So, dann melden wir uns wieder, vielleicht von irgendwo mit gescheiter Tastatur smiley

Liebste Gruesse A and J