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REISELOG: PYRENÄEN 2017 Teil 9 – Cerler und Grenoble

So, irgendwann hat alles mal ein Ende und nun kommen wir zur leider zur letzten Tour, bevors morgen nach Hause geht 🙁

Zuerst stand der Besuch der 3 Wasserfälle an, Les Tres Cascades oberhalb von Cerler, dem Skiort in der Nähe von Benasque.

Hier haben wir eine schöne Rundwanderung gemacht, einmal die Wasserfälle abgeklappert, bis kurz vors Örtchen Cerler und wieder zurück zum Wanderparkplatz. Ein kleiner Schlenker durch Kiefern- und Dorngestrüpp hat den Schwierigkeitsgrad etwas erhöht 😉

Sehr interessant ist, dass es hier seit Jahrhunderten angelegte Terassen für Getreideanbau aber auch für eine „Fußschonendere“ Beweidung gab.

Nass hier
Wasserfall
Der Rundumblick über die Terassen
Ausspannen bei Banos de Benasque

Nach dieser kleinen Wanderung sind wir dann nochmal neugierdehalber nach Banos de Benasque gefahren, ein „Badeort“ …

ganz oben am Berg gibts ein Kasernenähnlich anmutendes Hotel, welches Komplett uninteressant ist, aber drunt im Tal fließt der bereits bekannte Rio Esera entlang und wir fanden eine sehr schöne Stelle, an der man sich umgeben vom Eiskalten Wasser auf den Felsen zum Sonnen niederlassen konnte.

Unseren Abschlussabend verbrachten wir in einem der besseren Restaurants am Platze in Benasque und haben wieder sehr gut und trotzdem Günstig gefuttert. Ein ganzes Menü für 15 Euro … wow …

Am nächsten Tage brachen wir zu unserem nächsten Etappenziel auf. Da wir die Strecke wieder teilen wollten, haben wir uns auf der Hälfte der Strecke die Stadt Grenoble ausgesucht. Berichte im Netz über die Stadt klangen gut, die südliche Umgebung kannten wir ein wenig von letztem Jahr, in Grenoble kommen sozusagen die Nordspitze des Vercors, der Süden der Chartreuse und die Französischen Alpen zusammen, nur getrennt durch das Tal der Isere.

Genug Zeit für Hape Kerkeling „Ein Mann , ein Fjord“ und den Anfang von „Der Junge muss mal raus“ hatten wir, also auf wieder durch den Süden Frankreichs bis zum nächsten Gebirge. Interessanterweise vom Höchsten Gipfel der Pyrenäen zum höchsten Gipfel der Alpen, denn Grenoble liegt in Sichtweite des Mont Blanc …also, wir sind gespannt.

Wenn man ein bißchen in die Gugel-Karte reinzoomt, sieht man wieder, daß der Weg von Benasque nach Frankreich wieder eine ganz schöne Tour geben wird, einmal rum ums Maladeta-Massiv auf die Ostseite des Aneto ins Val d´Aran in Katalonien. Sehr interessant ist der Hinweis auf die Kulturelle Eigenständigkeit dieses Gebietes, die sich im Falle der gerade aktuellen Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens eventuell ein eigenes Anstreben … verrickt …

Leider wurden unsere Pläne, in Spanien nochmal ordentlich einzukaufen selbst in der größeren Stadt Vielha zunichte gemacht. Zuerst dachten wir an irgendwas wie Generalstreik, aber so wie schon letztes Jahr haben wir mal wieder den Kolumbus-Tag verpasst, den Spanischen National-Feiertag. Na immerhoin hatte kurz vor der Grenze noch ein kleiner Schnapsladen offen, wo ich ein paar Whisky-Schnäppchen machen konnte, yeah.

Nach etwas über 2 Stunden verließen wir dann Spanisches Hoheitsgebiet und begaben uns auf den Highway zum nächsten Gebirge. Sonniger Tag, Südfrankreich, die Provence und das Rhone-Tal in schönstem Lichte … herrlich. Erst die Einfahrt nach Grenoble wurde leider etwas durch einen Stau ausgebremst. Ein nettes kleines Hotel in der Nähe des Bahnhofes mit Parkplatz davor … topp, bis auf den Hinweis des Portiers, dass die Karre evtl. wegen des deutschen Nummernschildes aufgebrochen werden könnte …

Nagut, alles von Wert rausgeholt und erstmal eingecheckt. Hunger und Neugier trieben uns dann im Abendlichte in die Stadt und so machten wir trotz Reisemüdigkeit noch einige Kilometer durch die ansprechende und quirlige Altstadt von Grenoble. Nach einem erstklassigen Indischen Essen und ein paar Bierchen gings dann spät zurück ins Hotel.

Der Plan war, am nächsten Morgen nach dem Frühstück mit der Stadt-Seilbahn auf die Zitadelle hochzufahren und noch ein wenig Sightseeing zu machen, bevor wir uns wieder auf den langen Ritt nach Hause begeben würden.

Der Blick über die Stadt nach Osten
Blick nach Norden, irgendwo da muss er sein …

 

Ja, das Tele zeigt den dicken Watz. den Mont Blanc

Alles super, tolles Wetter, tolle Aussicht, abgefahrenes Gefühl so über eine Stadt gucken zu können und dazu halt der Blick zum King of the Alps, dem Mont Blanc, trotz noch fast 113 km Luftlinie Entfernung … krasse Nummer.

Nagut, irgendwann hat alles mal ein Ende und so brachen wir dann gen Mittag auf, sattelten die Rote Rumänen-Rakete und schossen gen Norden.

Typischerweise, so wie erwartet, man rockt die ganze Zeit durch Frankreich und sobald die Autobahn die Grenze nach D überquert, fahren die Leute wieder Scheiße und der Verkehr wird stockiger …

Bis kurz vor Karlsruhe haben wir uns dann zäh durchgequält, aber dann zack, Stau. so richtig mit 100 m in 45 Minuten … Zum Sonnenuntergang haben wir uns dann auf eine Nebenstrecke über Baden-Baden und Ettlingen durch die Pampa abgesetzt und man kam so wenigstens etwas vorwärts.

und dann, waren wir irgendwann daheim 🙂

Schee wars … leute , fahrt in die Pyrenäen, solange es die noch gibt (?), wundervoll da …

Liebe Grüße von Astride et Jeurge

 

REISELOG: PYRENÄEN 2017 Teil 8 – Forau d Aigualluts

Ja. wies so oft ist, kaum ist man wieder daheim, gibts keine Zeit mehr fürs Reiseblog …

Aber da ich hier nicht ohne noch die letzten Erlebnisse schliessen möchte, gibts noch ein wenig Nachschlag 😉

Am Tage nach der Wanderung zum Aneto gingen wir die Geschichte etwas ruhiger an, da mein Knie noch vom Vortage lädiert war.  Also nix Anstrengendes mit viel Kletterei … so der Plan.

Bei der Auswahl einer geeigneten kleinen Wanderung stießen wir aufgrund der Kartenbeschreibung und ein paar Internet-Berichte auf den Forau d’Aigualluts

Da der Wiki-Artikel auf Spanisch ist, hier die Erklärung dazu : Das Gebiet im Tal oberhalb von La Besurta ist sozusagen das karstige Quellgebiet des Rio Esera , dessen Ursprung am Aneto-Gletscher liegt. Nachdem das Wasser vom Berghang hinunter sich im Tale gesammelt hat, fließt es erst durch einen kleinen gerölligen Canyon, dann in friedlich mäandernden Bächlein über ein Wiesenbewachsenes Tal um plötzlich über einen Wasserfall hinein in  eine große Karsthöhle zu stürzen … damit verschwindet auch der Bach und erscheint erst wieder einige Kilometer später oberhalb  von La Besurta als Rio Esera.

Gut, Kniebandage angelegt, heute mal statt der fiesen Bergstiefel nur die Trekkings angezogen und los gings. Von la Besurta wandert man auf guten Wegen ca. 150 Höhenmeter, teils über leichte Anstiege und Wiesenstücke, bis man eingesunkene Gräben sieht, die wohl zu Hochwasserzeiten geflutet sind, oder eingesunkene Stellen des Unterirdischen Rio Esera sein könnten. Nach etwas weniger als einer Stunde erreicht man die Engstelle im Tal, an der der Fluss verschwindet und oberhalb derer der Wasserfall hinabrauscht.

Vor dem Wasserfall

Ein paar Meter weiter, um die nächste Kuppe,  sieht mans auch schon hinabrauschen.

Der Wasserfall

Nun, der Wasserfall selber ist jetzt nicht so spektakulär, aber eingebettet in die landschaft, mit Ihro Majestät im Hintergrund, is schon echt schee.

Am Wasserfall vorbei, befindet man sich in einem Ovaligen Tal von so rund 1 Kilometer Durchmesser mit absolut flachem, Grasbewachsenem Talgrund, vermutlich das Schwemmgebiet, bevor sich das Gewässerchen den Fall hinunterstürzt. Am Rande davon haben wir eine tote Kuh entdeckt und bald auch gerochen … wahrscheinlich beim Klettern Free Solo abgestürzt … dummes Tier, ohne Daumen keine Sicherung zu benutzen …

Aber idyllisch schön hier, wie die kleinen Bächlein flach und Kristallklar durch die Wiese mäandern ..

Aigualluts

Die Neugier treib uns aber weiter Bachaufwärts und so erklommen wir auf der anderen Seite des Baches den Hang des Taleinschnittes dahinter um festzustellen, dass dieser sich immer mehr zu einem kleinen Canyon entwickelte. An einer Steilstelle, an der Astrid den Vorstieg ohne Equip getest hat, beschlossen wir aufgrund des lädierten Knies wieder zurückzugehen. Tatsächlich entdeckten wir auf der anderen Seite des Canyons nach dem ersten Steilstück, der Weg um einiges besser aussah und so gings weiter nach oben.

Immer den dicken Berch im Blick, aber auch die Uhr und die Knieschmerzen, beschlossen wir uns ein schönes Plätzchen für die Mittägliche Rast zu suchen. Dies fanden wir auf einem großen Felsbrocken inmitten plätschernder Bächlein, in denen ich erstmal wieder die Wasservorräte auffüllte. So weit oben muss das Wasser OK sein und es schmeckte wirklich herrliche nach frischem Gletscher 😉

Päuschen

 

Der Blick nach oben

Nach einem schönen Päuschen in der Mittagssonne inmitten plätschernder Bergbäche gings dann wieder hinunter.

Auf dem Rückweg über den flachen Talkessel haben wir uns dann ein  wenig im Gewirr der kleinen Bächlein „verirrt“ und mussten dann durch einen der Bäche hindurchwaten um auf die andere Seite zum Weg zu gelangen, kurz vor dem Wasserfall. Keine große technische Herausforderung aber sehr spassig. Astrid hat nasse Schuhe riskiert aber ich hab meine ausgezogen, die Hose hochgekrempelt und dann ein paar Meter durchs Eiskalte Bergwasser

gelaufen … total geil …. wenn der Schmerz nachlässt 😉

Scheee kalt

nach dieser kurzen Erfrischung haben wir uns noch ein paar Minuten in die Sonne gehockt um dann den Rückweg weiter anzutreten.

Alles in allem eine sehr schöne Wanderung, was eigentlich als Spaziergang geplant war, hatte trotzdem nochmal so knapp 350 Höhenmeter pro Richtung mit drin. Also als Entspannungstipp definitv super.

Soweit dazu, bis zum nächsten Teil

 

Camping : Tausche Styroporbox gegen Rumänenrakete

Halihallo,

So kurz vorm Urlaub Mitte August hat mich dann doch die schiere Angst vorm Systemversagen gepackt und ich habe einen Fahrzeugtechnischen Rundumschlag gemacht :

* Meinen treuen kleinen AYGO verkauft ..

* Mir einen DACIA Logan Hochdachkombi zugelegt mit der Absicht dort zwar keine Mauer, aber eine Plattform zum schlafen zu errichten.

* Den Wohnwagen zum Verkauf anzubieten.

Punkt 1 ist für euch weniger interessant, Punkt 3 naja, aber kommen wir zum Punkt 2, wie man aus dem Hochdachkombi an einem Wochenende direkt vorm Urlaub noch ein Campingmobil zaubert.

Nach längeren Überlegungen, wie ich den Platz am gescheitesten Ausnutze und mir die Tatsache zu nutze mache, dass die Rückbank nur mit 2 Schrauben auszubauen geht, habe ich mich für ein 3-teiliges System entschieden.

DaciaLogan_Camping_P1060496
Ein Gestell mit Ausgleich der Sitzbankmulden und Befestigungsmöglichkeit am Fahrzeugboden
im ausgebauten Zustand
im ausgebauten Zustand

Dann oben drauf eine klappbare Platte, die sich sich gut alleine bewegen lässt.

Ausgeklappt
Ausgeklappt
Hochgeklappt
Hochgeklappt

Hinten dann bündig und rutschsicher zwischen die beiden Radkästen eingepasst eine Art niedriger Tisch

Der Tisch
Der Tisch

Fertisch, schon kanns losgehen mit der Beladung. Mit 32cm hoch genug für Standard-Stapelboxen und 0,3er Bierkästen.

Leider passt die dicke Camping-Kühlbox nicht drunter daher muss da noch etwas Umstapelei mit in Kauf genommen werden. Aber wir hatten im Laufe des Urlaubs eine gute Packroutine entwickelt , sodass dann mit umgeklappter und festgezurrter Matratze auch eine gewisse Ladungssicherung betrieben werden konnte.

Fein, Fein :

DaciaLogan_Camping_P1060146 DaciaLogan_Camping_P1060151 DaciaLogan_Camping_P1060206